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BR II, § 554.

Urusvati weiß, dass der Mensch ein Behältnis alles Existierenden darstellt. Von den Keimen sämtlicher Krankheiten bis zu den höchsten transzendentalen Möglichkeiten vermag er alles in sich hervorzurufen. Durch eigene Zulassung kann er jede beliebige Krankheit hervorrufen, doch ebenso auch mit den höchsten Kräften in Verbindung treten. Der Mensch muss nur seine unzertrennliche Einheit mit dem Weltall verstehen. Unglück resultiert daraus, dass die Menschen ihre Möglichkeiten vergessen. Sie tun dies jedoch allzu oft, weshalb auch die Zahl der Nöte allzu groß ist. Keine Spezialwissenschaft ist in der Lage, das Bewusstsein von der Bestimmung des Menschen zu ersetzen. Das Bindeglied der Welten ist der Mensch. Diese seine Bestimmung darf er nicht vergessen. Sie erstreckt sich als ein großes Schicksal auf alle Bereiche der Arbeit. Der Mensch darf von den ihm verliehenen Gaben keinen Abstand nehmen, da er anderenfalls zu einer Quelle von Elend wird. Besonders in den Tagen des Harmagedon sollte der Mensch über den inneren Sinn seines hiesigen Aufenthaltes nachdenken. Er darf sich nicht von den vorbestimmten Möglichkeiten ausschließen. Keine äußere Religion wird den Menschen retten, wenn er sich durch äußere Bedingtheiten selber eingrenzt. Das Auftreten kosmischer Phänomene darf nicht vergessen werden. Mögen die Gelehrten hinter die Grenze des Zufalls blicken. Möge jemand die Verbindung zwischen den Stimmungen der Menschen und physikalischen Phänomenen aufzeigen. Möge die Wissenschaft sich eine Auffassung von feinstofflichen Verbindungen und Wechselbeziehungen bilden. Wir werden es nicht erzwingen, sondern bringen allein den Wunsch zum Ausdruck, dass die Wissenschaft das Wesen des Menschen in größerem Maße erhellen möge. Der Denker wusste, dass die Zeit kommen würde, da die Wissenschaft die irdische Existenz von allen Seiten betrachten würde.
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