Bruderschaft II, § 955

Urusvati bezeichnet einen Yogi als dankbar. In der Überirdischen Welt ist die Dankbarkeit immer eine kostbare Eigenschaft. In seiner Verbindung mit der Feinstofflichen Welt versteht ein Yogi die Bedeutung der Dankbarkeit. Es wurde bereits gesagt, dass Dankbarkeit auch dem Dankbaren selbst zugutekommt. Bei jeder Erscheinung des Guten leuchtet das Herzensfeuer hell auf und erfüllt die Erscheinung mit heilsamer Ausstrahlung. Die Menschen wollen jedoch hartnäckig die Bedeutung solcher Dankbarkeit nicht verstehen. Niemand hat den Kindern von der inneren Bedeutung von Sendungen des Guten erzählt. Sie haben nur aus sich selbst heraus die Möglichkeit, den Nutzen von Dankbarkeit zu verstehen. Mitunter nötigt man sie, sinnlose Dankbarkeit zu wiederholen, doch den inneren Sinn zeigt man ihnen nicht auf. Welche Bedeutung kann denn eine sinnlose Wiederholung unverstandener Worte haben? Es reicht, daran zu erinnern, dass ohne inneren Sinn ausgesprochene Gebetsworte keinerlei Bedeutung haben können. Die Menschen haben keine Brücke in die Überirdische Welt, und sie irren in einer Wüste umher, unfähig, in den Herrlichen Garten überzugehen. Der Denker bestätigte: ‘Lernt es, Dankbarkeit zu verstehen. Sie erbaut eine Wohnstatt des Guten.’

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