Bruderschaft II, § 954

Urusvati kann einen Yogi als Aufmerksamen bezeichnen. Wahrlich, ein Yogi schenkt jedem herzlichen Ruf sein Gehör. Ein Yogi antwortet nicht auf unaufrichtige Neugier. Ein Yogi nimmt böse Verstellung nicht an. Man muss verstehen, wie hochentwickelt die Schwingungen eines Yogis sind, so dass er die Ausstrahlungen der Menschen augenblicklich wahrzunehmen vermag. Ein Yogi handelt nicht allein aufgrund von Weisungen aus der Überirdischen Welt, denn es ist ihm auch der freie Wille gegeben. Seine Schwingungen sind jedoch derart verfeinert, dass er sich in ständigem Zusammenklang mit der Feinstofflichen Welt befindet. Ein Yogi vermag seine Gefühlswahrnehmungen mitunter in Worten zum Ausdruck zu bringen, doch meist kann er die auf ihn ausgeübten Wirkungen nur blitzartig erfühlen. Doch diese Wahrnehmungen eines Yogis werden ebenso unfehlbar sein. Allein durch die Übung seines Denkens erreicht ein Yogi die feinen Schwingungen. Der Gedanke kann feurig genannt werden, da er die Grundlage ist. Das Denken ist Feuer. Ebenso verstehen muss man, dass die Aufmerksamkeit von Kindheit an entwickelt werden muss. Auch wenn sie angeboren ist, muss man ihr die Türen öffnen. Mag die Natur eines Yogis auch schon früh zutage treten, so muss man im Leben dennoch den Helden für die Heldentat ausrüsten. Der Denker gebot: ‘Ohne Aufmerksamkeit kann man die Gesetze des Weltalls nicht studieren.’

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