1922 - VI - 3
Man muss alle Kräfte des Universums auf das Erblüh'n des Geistes richten. Müdigkeit verlangt Regenerierung des Organismus. Für die geist'ge Entwicklung ist's erforderlich, das Ziel zu kennen. Auch für den Müller ist's besser alle Winde zu nützen, um schneller Mehl zu mahlen. Das Studium aller Naturerscheinungen und das Versteh'n ihrer Schönheit beflügelt den Menschen. Man benötigt nur den Schlüssel um das Gefängnis aufzuschließen, jedoch Flügel um sich zum Lichte zu erheben. Für jedes Gefängnis gibt's den richt'gen Schlüssel. Aber es naht die Zeit, in der verhasst sein wird den Menschen jener Schlüssel. Einen Zufall gibt es nicht. Ich muss euer Bewusstsein durch die Kraft des Geistes stärken. Nach den groben Schallwellen erreicht man die Gedankenwellen der Menschen, sogar zu den Wellen der Pflanzen gelangt man noch, doch dann versagt das feinste Ohr, um in den Wellen der Harmonie des Universums zu versinken. Die Müdigkeit des Körpers rührt von eurem Streben nach Errungenschaften her. Ein Erfolg ist sichtbar und wächst wie ein Kristall, der mit Erfahrung angereichert ist. Wir verfolgen mit Besorgnis Uns're Schwimmer. Doch wenn die Meereswelle Salz in eure Ohren peitscht - fürchtet euch nicht, Wir sind mit euch. Über den Abgrund setzet euren Fuß. Jenseits des Abgrunds gibt es keine Furcht. Beängstigender als ein Abgrund sind für den bestrebten Geist Unfreiheit und Bequemlichkeit. Richtet euren Geist zu Uns. Ihr nehmt die Wolken nicht mehr wahr, doch Wir. Bestrebung, sie schafft Wunder, doch darüber zu urteilen überlasset Uns.