Der Ruf, § 239

1922 - VI - 6

Der Wohlgeruch von einst wandelt sich schon morgen in Gestank. Das Lied von einst werdet ihr als Lärm empfinden. Der Waffenschild wird zum Ofenschirm. So wächst der Geist durch weltliche Erfahrungen. In einem kleinen Raum, auf einem kleinen Teppich habt ihr eure alten Gewohnheiten abgelegt. Was könnten nun der Schnee der Berge und die sonnigen Bäche noch abwaschen? Der befreite Geist wird eine neue Hülle erhalten. Wir freuen Uns mit euch, Veränderungen an den Menschen wahrzunehmen. Es ist, als ob der Vorhang eines Fensters weggezogen wurde, die ganze Einrichtung des Hauses sichtbar machend. Leicht kann man einen Rat erteilen, wenn man ihn aus einem Buche liest. Ja, ja, ja. Unter Meinen Augen verändert ihr euch sichtbar. Wir offenbaren uns in eurer Entschlossenheit, leicht ist's, am Abgrund entlang zu gehen, wenn man den fliegenden Teppich kennt. Beachtet alles.

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