Herz, § 73

Bereits in ältesten Zeiten erkannten die Menschen die Bedeutung des Herzens. Sie betrachteten das Herz als Wohnstätte Gottes. Sie schworen, indem sie die Hand auf das Herz legten. Die wildesten Stämme tranken sogar das Herzblut des Feindes und verspeisten sein Herz, um sich zu stärken. So bekundete man die Bedeutung des Herzens. Doch jetzt, im Zeitalter der Aufklärung, wird das Herz zu einem physiologischen Organ erniedrigt. Die Alten tranken aus den Schädeln ihrer Feinde; die Kelche für heilige Rituale wurden aus dem Scheitelknochen angefertigt. Jenen, die vom Brahma-RandhraZentrum wussten, war bekannt, dass der magnetische Druck die Knochensubstanz verwandelte. Aber jetzt lachen die Menschen bloß über diese machtvollen, heilsamen Substanzen. Die nichtigste Erfindung zieht viele Abnehmer an; aber die mächtigsten chemischen Laboratorien gerieten in Vergessenheit. Indes bietet eine natürliche Koordinierung der drei Naturreiche die stärksten Zusammensetzungen. Man sollte die Menschen vor allem an die Bedeutung des Herzens, als den Einiger der Welten, erinnern. Ist das Feuer des Herzens nicht das eigentliche Raumfeuer? Man kann klar erkennen, wie bedeutend für die Alten die Verbindung mit den fernen Welten war, deren Magnetismus unwägbare Kraft verleiht; denn fühlt das Herz nicht die feinstofflichsten Schwingungen?

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