Herz, § 74

Der Begriff Wille muss untersucht und klar definiert werden. Der Sitz des Willens wurde im Westen in das Gehirn verlegt, während er im Osten seine Festung im Herzen beibehielt. Der westliche Hypnotiseur gebraucht seinen Willen, indem er die Zentren seiner Gliedmaßen und Augen anstrengt. Diese Aussendung ermüdet nicht nur schnell, sondern sie wirkt im Wesentlichen auch nur auf kurze Entfernung. Bei dieser Willensübertragung sind räumliche Erfolge unmöglich. Im Osten bedarf das Herz keiner Anstrengung der Gliedmaßen, es vergeudet auch nicht unnütz Energie, sondern es sendet seine Gedanken ohne örtliche Begrenzung aus. Eine Eingebung des Herzens, des natürlichen Verbindungskanales, schadet weder dem Sender noch dem Empfänger. Während die westliche Methode immer äußerlich sichtbar ist, ist es die östliche nicht, im Gegenteil, der Sender sieht den Empfänger nicht einmal an, denn die Verbindung erfolgt über die Herzen. Diese herzliche Verbindung hat zweifellos viele Vorteile, dazu muss man sich jedoch vor allem der Bedeutung des Herzens bewusst sein. Entschlossene Herzensmacht überwindet alles. Das Herz kann den Sinn ferner Ereignisse erkennen. Das Herz kann sich erheben, indem es die nötige Verbindung festigt. Das Herz kann sich mit fernen Welten verbinden. Versucht man dies mit dem Willen allein zu erreichen, so wird man sofort den Unterschied zum Herzenswillen erkennen. Das Zeitalter Maitreyas ist ein Zeitalter des Herzens! Die Schätze Maitreyas können nur mit dem Herzen ermessen werden! Nur im Herzen kann man alle Errungenschaften des Gefühlswissens verstehen, welche für die Zukunft nötig sind.

‹ § 73 · Inhaltsverzeichnis · § 75 ›