1927 – III – 20
Prüfung und Entbehrung. Wie feierlich und übertrieben schmücken die Menschen diese Begriffe aus! Doch ihr wisst, dass Prüfung die Verbesserung der Qualität ist und Entbehrung die Erwerbung von Möglichkeiten. Der Mensch prüft sich, indem er die ihm unbekannten Eigenschaften der Materie erkennt. Indem der Mensch Unwissenheit ablegt, erschließt er sich neue Möglichkeiten. Wo es aus Unwissenheit Verzagtheit gab, da naht Jubel über erreichbares Wissen. Man wird sagen, ‘Wir haben für die Gemeinschaft der Freude entsagt.‘ Antwortet, ‘Welch ein Friedhof ist eure Gemeinschaft, wenn sie auf Fastenöl erbaut ist’! Wie tränenreich verzagt sind die Entbehrungen! Wie belecken sie sich die Lippen bei verbotenen Leckerbissen! Das Erdulden von Entbehrungen ist Uns unbekannt, denn Enthaltung schließt Entbehrung aus. Unsere Lehre stellt die Welt reich, freudvoll und anziehend dar. Nirgends wird auf Fesseln und Prügelstrafen hingewiesen. Wie ein mit Schätzen beladenes Schiff eilt die aufgezeigte Gemeinschaft dahin. Erkenntnis der unzähligen Eigenschaften der Materie erleuchtet alles hell. Die Materie von gestern ist in ein strahlendes Energiegewebe gekleidet, das keines neuen Namens bedarf, sondern den ganzen Raum durchdringt und mit dem Regenbogen menschlichen Frohlockens erbebt. Wohin haben sich denn Entbehrungen und düstere Prüfungen aufgelöst, wenn ein Elektron einer Substanz einen ganzen Strom von Segen ausgießen kann? Zählt die Stunden der Annäherung neuer Entscheidungen!