Gemeinschaft, § 262

1927 – III – 19

Mit Traurigkeit sehen Wir auf jene, die keine richtigen Worte fanden. Es gab noch eine Stunde der Behauptung, doch Gespenster haben die Wirklichkeit überschattet, und die Möglichkeit ging verloren. Wo denn, auf welcher Straße werdet ihr den Boten treffen? Wie viele Meere werdet ihr durchschwimmen, um ein überhörtes Wort wiederzufinden? Wie kann eine versäumte Gelegenheit wieder herbeigezogen werden? Wie ein herrenloses Haus steht der nicht angewendete Gedanke. Ein ungewöhnliches Licht flammte auf, doch es wurde für eine Tischkerze gehalten. Streben auf ungewöhnliche Art wurde mit dem gewöhnlichen Suppengericht vertauscht. Jetzt wird man suchen und anklopfen müssen. Niemand wird helfen, weil die Ursache ihre Wirkung erzeugte. Lehrt die Freunde, sie mögen den Funken der Möglichkeiten so kühn wie ein Falke folgen. Findet Zeit, zu begreifen, wie unerwartet der Bote kommt und wie Zufriedenheit die Augen verschließt. Wahrlich, jede versäumte Botschaft bedrückt wie eine schwere Last, darum erklingt rechtzeitig. Niemand rät, den ersten Boten arm zu empfangen, damit der zweite schneller herbeikommt. Die Welt hat eine Hoffnung – das Ungewöhnliche zu umgehen und Asche auf eine Botschaft von einem neuen Bewusstsein zu streuen. Findet würdige und bedeutende Worte!

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