1927 – III – 4
Der unfreie Mensch, der an sich denkt, der für sich handelt, ist in ein Meer falscher Strömungen untergetaucht. Der Mensch bildet sogar seine Rede in eine Manifestation äußeren Ausdrucks um, das heißt gemäß seiner Selbstgefälligkeit. Beachtet, wie die Betonungen bei Worten fremder Mundarten umgestellt werden, ungeachtet des Sinns und der Philologie. Die Menschen formen fremde Laute um, um sie der Sitte des eigenen Landes anzupassen. Gewiss, die Selbsteinbildung der Unwissenheit und eine Missachtung gegenüber dem Nachbarn kommen in der Verstümmelung der Sprache zum Ausdruck. Ergründen und in die Bedeutung des Gefühls eines Nachbarn eindringen, ist mit der Grobheit des kleinen Eigendünkels unvereinbar. Das Gefühl der Verantwortungslosigkeit und die nicht abgelegte Ansicht über das Eigentum schaffen die feudalen Herren unserer gegenwärtigen Zeit. Beachtet: wer den Sinn einer Rede durch sinnlose Umstellung der Betonungen verstümmelt, wird ein Mensch bar jeden Verständnisses für die Evolution sein. Der feinfühlige Mensch zieht es vor, einfache Ausdrücke zu verwenden, um einen ihm unbekannten Sinn nicht zu stören. Niemand kann einen Boten anhören, der den Sinn seiner Botschaft verdreht. Du, der du verurteilst, achte auf dich selbst! Unredlicher Besitzer vergiss nicht, dass der Hang eines anderen zum Besitz nur dein Spiegelbild ist! Sei vor allem um die Reichweite deines eigenen Bewusstseins besorgt! Wenn das Tier des Eigentums von deinem Bewusstsein noch nicht für immer verschluckt worden ist, wirst du, verlockt von dem Trugbild der Maja, unfrei bleiben. Durch Erkenntnis kann man das schwere Problem des Eigentums in der Freude der Erleuchtung lösen. Der Bäcker könnte das ganze Brot aufessen, doch er tut es nicht. Der Mensch, der das Wesen aller Dinge erkannt hat, bedarf ihrer nicht. Das Bewusstsein muss der Gegenstand ursächlicher Erwägung sein. Nehmt alles realistisch innerhalb der Grenzen allen Lebens. Wer unfrei ist, wer nur für sich handelt, versinkt in ein Meer falscher Strömungen.