1927 – II – 8
Es wurde schon oft wiederholt, dass man es erlernen muss Freude an ewiger Tätigkeit in ewiger Wachsamkeit zu finden. Ihr habt in Unserer Gemeinschaft Musik und Gesang vernommen. Sie sind Teil Unserer Arbeit. Meist fallen die Menschen unter Einfluss von Klängen in psychische Untätigkeit und sind sogar unfähig, etwas anzufertigen. Man hält Untätigkeit gewöhnlich für Erholung. Man soll sich angewöhnen, Kunst zur Steigerung der Kräfte zu nutzen. Arbeit an einem schönen Kunstwerk führt nicht nur zur Steigerung der Tätigkeit, sondern auch zur Steigerung der Kräfte. Man muss diese Tatsache bewusst erfahren und lernen, von dieser Eigenschaft der schöpferischen Tätigkeit Gebrauch zu machen. Wäre der Aufbau einer Gemeinschaft ohne Edelsteine wie Töne und Farben denkbar? Sie würde wahrlich einer Maulwurfshöhle gleichen! Die Träger der Töne und Farben müssen ihre Leistungen unversehrt in die Gemeinschaft einbringen. Wissen und schöpferische Tätigkeit werden das Amrita der Gemeinschaft sein. Es ist unmöglich, sich mit Wissen zu übersättigen; unzählbar sind die Stufen des Aufstieges durch schöpferische Tätigkeit. Die Unbegrenztheit ist der Ansporn zur ewigen Arbeit. Der Arbeitende kann sich ernähren, und Wachsamkeit ist seine bewusste, freudige Antriebskraft. Unser Wesen schwingt in Lichtspiralen und erklingt als Licht. Gewiss, schöpferische Tätigkeit ist in jeder Arbeit verstreut, und einige Funken des großen AUM lenken den Lebensstrom. Jene schöpferische Macht bildet die Knoten der Evolution, und durch sie wird das Gewebe der MUTTER DER WELT gefestigt, gefestigt in einer Arbeit ewiger Tätigkeit. Man braucht über Unsere Symbolsprache des Ostens nicht zu lächeln. Die Symbole verkörpern eine zusammengefasste Beschreibung der Eigenschaften der Materie. Wir sehen keine Notwendigkeit dafür, eine kurze Hieroglyphe, die Hunderten von Millionen Menschen verständlich erscheint, zu widerrufen; umso weniger, als diese kurzen Zeichen schön sind. Und ihr, Menschen des Westens, habt das Recht, aus dem Langen auch nur Schönes zu machen. Farbe und Klang werden das Amrita der Gemeinschaft bilden. Wissen wird Ewigkeit der Arbeit offenbaren. Tätigkeit umgibt das große AUM.