1927 – II – 5
Wenn Wir darüber sprechen, die psychische Energie zu einer bewussten Waffe auszubilden, könnte gefragt werden, womit man anfangen soll? Man muss damit beginnen, ihr Vorhandensein anzuerkennen. Für diese Erkenntnis ist es unerlässlich, einen der grundlegendsten Begriffe zu berühren. Dieser wurde manchmal fälschlich Glaube genannt; aber es wäre besser, ihn Vertrauen zu nennen. Glaube entspricht der Selbsthypnose, Vertrauen der Selbstanalyse. Glaube ist seinem Wesen nach unbestimmt, Vertrauen bezeugt Unanfechtbarkeit. Wir wollen den Pfad der Unanfechtbarkeit gehen. Die Macht des menschlichen Apparates zu erkennen, ist kein Aberglaube. Über Denkvorgänge oder Reflexe, ja sogar über die Verdauung hat man schon genug nachgedacht. Die Wirkung der Nervenzentren kann man leicht beobachten, doch etwas, was ihre Tätigkeit bewusst verbindet, geht über die Grenzen des Verstandes hinaus. Dieses Bindeglied wurde Geist genannt, doch dieser Begriff ist unklar, es liegt kein Streben in ihm. Das große AUM ist von Prana gesättigte Energie. Sie kann wie ein physisches Organ betrachtet werden, denn sie unterliegt Veränderungen. Das Wahrnehmen dieses allverbindenden Organs soll jedes Mitglied der Gemeinschaft mit Freude erfüllen. Solche Zusammenarbeit ermöglicht universelles Denken. In dieser Erkenntnis beginnt man die Möglichkeit der Meisterung der psychischen Energie zu erkennen. Die Bestätigung wird den Wunsch erwecken, das entdeckte Organ in Tätigkeit zu versetzen. Dieser Wunsch wird durch Bewusstwerden der Verantwortung zum Finden des Lehrers führen. Alles hängt von der Beschaffenheit des Bewusstseins ab. Ich sagte, dass es ‘möglich’ ist, doch Ich habe nie etwas verboten. Wenn ihr nach der nächstliegenden Ergänzung zur psychischen Energie suchen werdet, wird dies die Tat sein.