Gemeinschaft, § 220

1927 – II – 4

Wenn Wir über die Schönheit der kommenden Evolution sprechen, werden Wir utopische Optimisten genannt. Wenn Wir über die Schrecken des gegenwärtigen Lebens sprechen, nennt man Uns träumerische Pessimisten. Doch Wir können weder Optimisten noch Pessimisten sein, Wir sind Realisten und Aktualisten. Ihr könnt euch vorstellen, wie viele Menschen Unserer Gemeinschaft zustreben. So viele Beweise, so viele beipflichtende Handhabungen, doch als Grundlage der Beurteilung kann nur die Wirklichkeit gelten. Geht bei der Gründung neuer Gemeinschaften ebenso vor. Beachtet, dass familiäre Bindungen keine Bedeutung haben. Beachtet, dass frühere Freundschaft und Feindschaft sorgfältig überprüft werden; dass keine Beweise einen Entschluss ändern – persönliche Untersuchung, persönliche Prüfung, persönliche Verantwortung. Ich rate euch, die Prüfung mit einem Vorschlag, sich auszuruhen, zu beginnen, nicht mit Arbeit. Wer sich darüber freut, nicht arbeiten zu müssen, ist keine Mitarbeiter für euch. Ihr könnt fragen, ob die Verdienste eines Neuankömmlings bei der undankbaren Menschheit Anerkennung finden? Wer klagt, ist kein Mitarbeiter für euch. Ihr könnt fragen, ob er sich selbst für die Vergangenheit verantwortlich fühlt, oder ob er meint, dass es andere sind? Euer Mitarbeiter wird die Verantwortung für seine Vergangenheit nicht anderen aufbürden. Darüber hinaus beachtet, dass er, wenn allein gelassen, keine Gegenstände umstellt. Der Mensch, der von der Wichtigkeit des ihn Umgebenden erfüllt ist, zerstört kein ihm unbekanntes Vorgehen. Der Mensch, der etwas von dem Wesen der Dinge weiß, verhält sich sorgsam gegenüber eurer Anordnung. Besonders scharf beachtet die Schweigsamen. Man möge wissen, dass zurzeit viele bereit sind, die Gemeinschaft anzunehmen, und viele können ihre psychische Energie entwickeln. Versteht es, ihnen aufzuzeigen, dass sie vor allem das Vorhandensein dieser Energie erkennen sollten. Man kann nur das pflegen und verstärken, was man erkannt hat. Jene, die ihre psychische Energie erproben wollen, ohne ihr Vorhandensein zu fühlen, handeln unrichtig. Dies wird nicht der Wirklichkeit entsprechen.

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