Gemeinschaft, § 215

1927 – I – 26

Der Sonnenstrahl trocknet aus und vernichtet, doch Licht stellt wieder her. Sättigung ist nötig, aber kein heftiger Schlag. Die Baumeister sollten wissen, wie die Atmosphäre zu sättigen ist. Das Pfand des Erfolgs liegt in Sättigung der Atmosphäre, die alles Seiende erneuert. Es muss daher so aufgebaut werden, dass alles Vergangene mit der Zukunft übereinstimmt. Alles Irrige und Zufällige wird zerstört, doch der Faden des Wissens muss unverletzt bleiben. Dies ist kein Zugeständnis an die Vergangenheit, sondern der Strom der Ewigkeit. Würden die Menschen es lernen, die Welle von ‘Santana’ zu fühlen, könnten sie das Kosmische Bewusstsein erlangen. Wenn ein Wanderer auf einem Gipfel steht, fühlt er nicht, dass sein Körper sich erhebt, als wäre er ein Vereiner der Welten? Wahrlich, nicht Loslösen von der Erde, sondern die Fähigkeit der Vereinigung macht den Menschen zu einem Schöpfer. Eine fremde Lehre besteht auf der Manifestation der Unterordnung, doch die Gemeinschaft ist mit Möglichkeiten derart gesättigt, dass die Alleinige Hierarchie die Stufe des Wissens darstellen wird. Niemand ernennt den Hierarchen, doch jene, die lauschen und erkennen, anerkennen damit diese Stufe. Der Lehrer wird der natürliche Führer sein. In Asien ist der Lehrer ein gesetzlicher Begriff. Durch das Vermächtnis Buddhas wird jeder künftige Lehrer besonders verehrt. In dieser Enthüllung der Möglichkeit liegt das ganze Pfand der Zukunft. Sättigung der Atmosphäre wird die kommende Lösung der Welt bringen.

‹ § 214 · Inhaltsverzeichnis · § 216 ›