Gemeinschaft, § 214

1927 – I – 25

Die eigenen Taten überprüfend, ist es leichter, das Benehmen der anderen genau zu beobachten. Es ist euch zur Genüge bekannt, wie sehr Wir gegen Vorurteile und Überlebtes eingestellt sind. Wahrlich, in diesem Punkt raten Wir – verhaltet euch vorsichtig zu fremden Bräuchen. Oft liegt ihnen reifes Wissen zugrunde, und obwohl wir als Realisten alles Angespülte wegwaschen müssen, wäre es unverantwortlich, die vernünftige Grundlage zu zerstören. Wenn ein Architekt ein festes Fundament vorfindet, benutzt er es für einen neuen Bau. Es bedarf einer weltweiten Wirtschaftlichkeit der Mittel. Der Luxus der Vernichtung ist in die Geschichte eingegangen. Die Welt bedarf keiner neuen Elemente, sondern neuer Verbindungen. Und der Pfad des neuen Eroberers ist nicht von der roten Glut der Feuer erleuchtet, sondern von Funken der wiederangezogenen Energie. Die Ströme der Möglichkeiten sind untrennbar vereint. Große Gefahr liegt in der Zerstörung des Energiestromes. Vorsicht ist nicht nur für den Verbrauch der Energie geboten, sondern auch für das Vermeiden von Gefahr. Es ist leicht, eine unterirdische Leitung zu trennen und eine ganze Stadt des Lichtes zu berauben. Man könnte leicht eine nützliche Grundlage zerstören und für lange Zeit eine schädliche Verwirrung stiften. Darum loben Wir eine entschlossene Klugheit und bedauern den Luxus der Vernichtung.

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