1927 – I – 24
Sagt den heuchlerischen Betrachtern, dass, wenn Betrachtung eine Anspannung der Energie und Sammlung für einen Sprung bedeutet, das Gebot einer solchen Tat dann von dem ‘Löwen’ kommt. Doch wenn Betrachtung Trägheit und Gleichgültigkeit bedeutet, dann ist es unmöglich, sich diesen schmählichen Zeitvertreib als großes Gebot vorzustellen. Vieles muss vom Pfade entfernt werden. Es ist notwendig, alles, was sich eingewurzelt hat, zu überprüfen. Wir haben Uns daran gewöhnt, gelegentlich Baumstümpfe als Wegweiser anzunehmen, doch als würdige Mitglieder einer vernünftigen Gesellschaft sind für jedes törichte Überbleibsel alle verantwortlich. Man sollte sich nicht als das Opfer der allgemeinen Unvernunft betrachten. Man sollte sich nicht mit dem Gedanken besänftigen, dass jemand anderer auf falscher Fährte sei. Es wäre besser, seine eigenen Gefühle nüchtern zu prüfen. Es wäre besser, ohne krummes Lächeln zu erwägen, dass man heute damit beginnen kann, sich zu wandeln und die Qualität jeder seiner Taten zu überprüfen. Dabei sollte mit der Überprüfung alltäglicher Dinge begonnen werden. Hast du zu lange geschlafen? Wie hast du mit Menschen in deiner Umgebung gesprochen? Hast du eine dringende Aufgabe hinausgeschoben? Hast du falsche Termine genannt? Hast du vergessen, für das Allgemeinwohl zu sorgen? So fragt euch ohne Heuchelei.