Gemeinschaft, § 199

1927 – I – 11

Es könnte gefragt werden: ‘Warum gibt es in Eurer Gemeinschaft keine Altbauten und keine alten Bücher? Berücksichtigt ihr die Vergangenheit nicht beim Streben in die Zukunft?‘ Das hat zwei Gründe: Erstens blickt ein strebendes Bewusstsein nicht zurück; zweitens wurden Bauten für den Fortschritt geschaffen, Dinge dienen nur der Zukunft! Diese Ausstrahlung des Zukunftsstrebens bildet die Gemeinschaft. Alle Bindungen an Gegenstände verlieren sich gänzlich im Strom des Strebens. Die früheren Ereignisse wurden nicht von den steinernen Monumenten hervorrufen, ihre Festigkeit bezeugt deren Zweck – die Eignung für die Zukunft. Bücher sollen das Denken nicht auf die Vergangenheit richten, sondern die Zukunft aufzeigen. Durch die Ausrichtung des gesamten Bewusstseins auf die Zukunft besteht und verwirklicht sich die Gemeinschaft. Ich werde nicht müde, zu wiederholen, dass Gemeinschaft als Bewusstseinszustand zu verstehen ist – Gemeinschaftsbewusstsein! Äußerliche Bekenntnisse können Uns nicht überzeugen. Die Qualität des Bewusstseins muss im Schlaf und im Wachsein dieselbe sein; jede andere Sichtweise, wenn auch nur als Scherz, ist unzulässig. Die Zukunft der Menschheit ist die Zukunft des Kosmos – gibt es etwas Heiligeres? Doch diese freudige Heiligkeit besteht nicht in goldenen Vorschriften, sondern im Pfeil des Strebens, in der rhomboiden Pfeilspitze, welche die Bewegung quadriert und zur Vollendung in die Zukunft führt. Es gibt einen Meteoriten, das Metall Moryas, der die Eigenschaft besitzt elektrische Energie zu verdichten. Der Besitz dieses Metalls verleiht die Möglichkeit starke Funken, ja sogar Flammen aufzunehmen. Die gesättigte Flamme muss sich festigen, das Bewusstsein erleuchten, und begeistern. Gekaufte Erleuchtung ist unbrauchbar. Besser zahlenmäßig nur Wenige als Lügner im Namen der Zukunft der Menschheit.

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