1927 – I – 12
Zusammenarbeit der Gemeinschaft ist die einzige vernünftige Art des menschlichen Zusammenlebens. Das Ergebnis einer Lösung von Lebensproblemen gegen die Gemeinschaft bedeutet Isolierung. Alle Arten von Zwischenlösungen sind Kompromisse und daher von vorübergehender Dauer. Man beruft sich auf seine geerbte theokratische Stellung (Adel) – diese Ausrede ist absurd. Die Begriffe Vererbung und Theos sind unvereinbar. Wer hat denn die theokratische Stellung festgelegt? Nur durch bewusste Zusammenarbeit der Gemeinschaft erfolgt eine natürliche Evolution. Wer den Wunsch hat, wahrhaft der Gemeinschaft zu dienen, steht im Einklang mit den Grundlagen des Seins. Dieses Gemeinschaftsbewusstsein schließt gesellschaftsfeindliche Nicht-Gleichberechtigung und Erbfolge aus. Jede Nicht-Gleichberechtigung ist Tyrannei. Die Erbfolge erwies sich als Kompromiss, sie brachte die Grundlagen zum Einsturz. Erforderlich sind Klarheit im Aufbau, Abkehr von Herkömmlichem und Vertrauen in die Kinder – dies sind Symbole für den menschlichen Fortschritt. Wir können unsere Zukunft nur als Gemeinschaft planen. Wenn wir unser Bewusstsein auf die Verbesserung des gesamten Lebens richten, wird sich der Existenzkampf in einen Kampf um die Realisierung der Möglichkeiten wandeln. Denkt für die Gemeinschaft! Erweitert euer Bewusstsein!