1926 – X – 22
Habt ihr bemerkt, welcher Unterschied zwischen einer Handlung in Willfährigkeit mit einem äußeren Befehl und einer durch einen bewussten Impuls besteht? Wenn Ich den Befehl erteile, Wasser zu bringen, kann das Wasser in Empfang genommen werden. Doch wenn der, der das Wasser schöpft, mit einer Erkenntnis der Notwendigkeit, dies zu tun, erfüllt ist, werden mehr als die Hälfte der Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen, überwunden werden. Darum vermeiden Wir äußere Befehle und ziehen es vor, den Willen zu lenken, damit das Bewusstsein die Notwendigkeit der Tat erkennt. Neben offensichtlichen Folgen ist auch das durch äußeren Befehl geschaffene Karma wichtig. Achtet darauf, dass Befehle rechtzeitig vorbereitet werden, damit sie in das Bewusstsein der Ausführenden eingehen. Ohne Zusammenarbeit gleicht ein Befehl einem gegen den Wind fliegenden Pfeil. Auch mit einem unverhofften Befehl muss gerechnet werden. Die Unverhofftheit wird so in eine ausgelebte Spannung verwandelt. Verstehet es, nicht nur in Taten, sondern auch im Denken Zusammenarbeit hervorzurufen. Nur dann kann man einen Mitarbeiter auf eine weite Reise senden. Ein angenommener Auftrag verpflichtet zu selbständigen Taten. Der Strom wird die Strebenden tragen.