Eine Flussmündung wird von vielen Kanälen gespeist. Dem Fluss fließen Gewässer aus den Bergen zu, die er durch viele Kanäle trägt und schließlich das Meer damit anfüllt. Oft ist die Flussmündung verborgen und unsichtbar, oft ist sie unauffällig und eng; oft befindet sie sich unterirdisch, doch welcher Art die Flussmündung auch sein mag, sie speist die Meeresströme. Das Herz nimmt im Leben eine ähnliche Rolle ein, es kann ebenso mit einer Flussmündung verglichen werden, obgleich seine Funktion zur Bildung der Synthese nicht immer sichtbar ist. Obwohl die Synthese vielleicht nicht offenbar scheint, so ist es dennoch unmöglich, den Kraftstrom der weiten Flussmündung aufzuhalten; ebenso unmöglich ist es, die schöpferische Kraft der Synthese des Herzens zu unterbinden; denn die Elemente dieser Synthese werden durch die Pfade feinstofflicher Energien gespeist, und das sich aus der Synthese ergebende Ausströmen der feinstofflichen Energien ist ebenfalls ein höchst feinstofflicher Vorgang. Die Teilbarkeit des Geistes veranschaulicht am besten diesen feinstofflichen Vorgang. Die Teilbarkeit des Geistes steht mit der Teilbarkeit von Energien in Zusammenhang; und vollzieht sie sich auf hoher Ebene, kann sie auch die Teilbarkeit der Zentren mit einbeziehen. Eine Zentrengruppe wirkt auf der irdischen Ebene, die andere gibt feinstoffliches Fluidum an die Feurige Welt ab. Bei der Umwandlung der Zentren muss immer an diese machtvolle Teilbarkeit des Geistes gedacht werden. Gewaltig ist die Arbeit der feinstofflichen Energien der Zentren, und sie kann nicht aufgehalten werden. Man kann nur einen Vorgang durch einen anderen ersetzen. Wenn der hohe Agni Yogi seine Energien für die Aufgabe großen kosmischen Aufbaus aufbietet, so ist hierin eine große feurige Umwandlung enthalten. Dabei können auf der physischen Ebene Erscheinungen nicht klar zutage treten, und der hohe Agni Yogi kann seinen eigenen Gedanken lauschen, denn sein Bewusstsein übermittelt Eindrücke aus der Feinstofflichen Welt und über sein Wirken in ihr. Diese Gedanken sind gleichsam Erinnerungen an die schöpferische Tätigkeit der Zentren und des Geistes. Man sagt ‘plötzlich blitzte ein Gedanke auf’, doch Wir sagen ‘der Geist hat sich erinnert.’ Auf diese Weise kann man die Arbeit eines hohen Agni Yogi bestätigen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man daran denken, dass die Synthese einer Flussmündung gleicht und jede Spezialisierung einem Kanal.