Feurige Welt III, § 62

Wie kann die Vorstellungskraft richtig beschrieben werden? Für gewöhnlich halten die Menschen die Vorstellungskraft für ihre eigene Erfindung von Formen, doch die Vorstellungskraft selbst hat ihre Wurzeln und Unterschiede. Der Kern der Vorstellungskraft ist im Kelch zu finden als die Aufspeicherung vieler Leben. Die Vorstellungskraft wird jedoch nicht nur durch Erinnerungen an vergangene Leben, sondern auch durch die gegenwärtige Tätigkeit gespeist. Nimmt der Geist am Leben der fernen Welten teil – in der Feinstofflichen Welt oder in der Astralwelt – dann widerspiegeln sich die Erinnerungen dieser Erfahrungen häufig als Vorstellungskraft. Gelehrte erhalten oft Formeln oder Weisung über eine Verbindung mit der Feinstofflichen Welt. Auch der Gedanke und die Bestrebung werden durch die Feinstofflichen Sphären entfacht. Doch ein Geist, der die Synthese besitzt, schöpft nicht allein aus der Schatzkammer des KELCHES, sondern ist auch ein wahrer Mitarbeiter Kosmischer Kräfte. Wie viele unerklärliche Fälle von unauslöschlicher Vorstellung gibt es, und wie viele unerklärliche Erscheinungen von Herzenspein! Wenn für einen Aufbau Kraft aufgewendet und die Teilbarkeit des Geistes wirksam wird, ist Herzenspein für gewöhnlich unvermeidlich. Darüber hinaus erweist sich das Herz als der machtvollste Speicher der Hilfe für andere. Es gibt überzeugende Beispiele großer Heiliger, welche nah und fern mit segensreichen Strömen nähren. Der Agni Yogi ist solch ein nährender Vermittler. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lasst uns gegenüber dem Herzen, das die feurige Pein kennt, feinfühlig und behutsam sein.

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