Feurige Welt III, § 108

Gewiss, ohne das bestehende Band zwischen der Feurigen und der irdischen Welt zu ergründen, verliert das Leben seinen Sinn, und jede feurige Erscheinung wird bedeutungslos. Um im Leben die Tatsache zu verstehen, dass die Vereinigung der zwei Welten den Gedanken kosmisch lenkt, ist es unerlässlich, sich in die Feurige Welt zu versenken. Nur die Vereinigung von Lebenserscheinungen, die in die Feurige Welt führt, bestätigt den Sinn sämtlicher Lebensprozesse. Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es ist, Gedanken zu lenken, wenn dieses Gesetz nicht erkannt, oder wenn dieses Gesetz durch verschiedene Auslegungen entstellt wurde. Der Geist kann den Hergang des Lebens und des Todes weit klarer begreifen, wenn in seinem Bewusstsein die Vorstellung von der Überirdischen Welt lebt! Auf diese Weise treiben den Geist die Wirbelwinde der Sphären feinstofflicher Anspannung sowohl beim Aufstieg als auch bei der Rückkehr an. Denn das in beiden Welten bestehende karmische Band des Geistes wird deutlich offenbar. Das Verstehen dieses Bandes weist auf die vom Kosmos bestätigte Schönheit hin. Das Erkennen dieser Lebensimpulse, die künftig die Bedingungen für das feinstoffliche Dasein sein werden, ist äußerst wichtig! Denn es ist unmöglich, Ewigkeit für das Vergängliche zu halten und das Vergängliche für Ewigkeit. Auf diese Weise lernt der in der materiellen Welt lebende Geist das Vergängliche schätzen; doch Ewigkeit ist im Kosmos geboten worden!

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