1925 – VI – 10
Nun etwas über Handschreiben: Die Bedeutung von Handschreiben ist vollständig vergessen worden. Auch der einfachste Arzt weiß, dass Infektionen durch ein Stück Papier übertragen werden können. Unehrenhafte Könige und scheinheilige Kardinäle haben mehr als einmal auf diese Weise ihren Wohlstand vergrößert. Auch euch sind Experimente von Hypnotiseuren bekannt, wobei auf Befehl verschlossene Briefe gelesen werden. Sogar im Zirkus wird dies ohne Preisaufschlag gezeigt. Dies besagt, dass sowohl die äußere als auch die innere Beschaffenheit eines Schreibens von Bedeutung ist. Mit der Energie, die durch Reiben der Hände entsteht, kann man Korkteilchen bewegen. Bedenkt, dass viel Energie durch den Einsatz der Chakren auf einen Blatt Papier übertragen werden kann. Die Ausstrahlung der Energie aus den Fingerspitzen kann man seh’n. In der Dunkelheit kann man dieses Leuchten wahrnehmen. Bei besonders starken Emanationen kann man auch bei Tageslicht das blaue Leuchten seh’n. Gleichzeitig mit den Ausstrahlungen der geschriebenen Worte schichtet sich auf dem Papier eine unvernichtbare Energie auf, die der Wirkung von Worten und Gedanken gleichkommt. Ein Handschreiben überbringt daher nicht nur die üblichen Zeichen der Buchstaben, sondern auch eine mächt’ge Aufladung der menschlichen Eigenheit. Aufgrund dieser Erkenntnis ist es gut, das eine Schreiben in Händen zu halten und zu lesen; ein anderes hingegen sollte man nicht berühren. Allerdings fliegen auch viele leere Blätter in der Welt herum, auf denen kein Funke menschlichen Bewusstseins haftet. Wie kann man den Unterschied feststellen? Mit dem Gefühlswissen, welches auch entscheidet, wo ein Händedruck angebracht ist. Ein Handschreiben ist ein Händedruck auf Entfernung.