Erleuchtung, § 346

1925 – VI – 9

Ihr habt vom Gleichmaß des Arbeitsrhythmus als einer besonderen Eigenschaft gehört, die Menschen nur selten zu eigen ist. Ihr Segen hat eine tiefere Bedeutung als es scheint. Schon die alten Mysterien kannten dafür zwei Ausdrücke; erstens: ‘In der Schwingung der erhabenen Natur zu arbeiten‘ und zweitens: ‘Mit dem Herzschlag der MUTTER der WELT.‘ Jene, welche die Grundwahrheiten studierten, mussten die Bedeutung des Arbeitsrhythmus gekannt haben, so dass sie nichts stören konnte. Der Lehrer Buddha war sehr besorgt, dass Seine Schüler den Wechsel des Rhythmus kannten. Vor großen Leistungen riet Er, keine Ruhepause einzulegen, sondern den Rhythmus zu ändern. Merkt euch das! Bei künftigen Aufgaben für die Evolution muss man vom Werk des einzelnen zu größeren Organisationen übergehen. Man mag Gelegenheit gehabt haben, Beispiele von Arbeiten mit gesättigtem Rhythmus bei Einzelpersonen oder in sehr kleinen Gemeinschaften zu seh’n, doch die Masse oder eine Ansammlung von Menschen können die Nützlichkeit dieses Prinzips nicht anwenden. Es gibt ein altes Sprichwort: ‘Seid vorsichtig mit der Masse‘; doch es gibt auch ein anderes: ‘Man muss dem Geist der Masse das Arbeiten beibringen.‘ Die äußeren Umstände der Arbeit können sehr verschieden sein, doch erfühlet den Rhythmus, und die Qualität der Arbeit wird sich bessern. Wäre die Mehrzahl der heutigen Familien keine Pflanzstätte für Banalitäten, könnten gerade sie Vorbilder für wertvolle Arbeit in vereintem Geist sein. Doch die geistlosen Mütter und Väter verstehen nur zu lallen: ‘Handelt wie alle!‘ Lehret die Kleinen, ihre Städte zu bauen.

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