1925 – V – 14
Die Tätigkeit des Geistes ist unberechenbar schnell. Der Gedanke ist ein Reflex des Geistes, und daher ist die Beweglichkeit des Gedankens unglaublich schnell. Nur über viele Stufen wird auf einer langsamen Skala die Berechnung der Lichtgeschwindigkeit eingeleitet. Wenn die Bedeutung des Geistes groß ist, welchen Wert hat dann der Gedanke – das Kind des Geistes? Welche Bedeutung der Gedanke hat, zeigt sogar ein einfacher Apparat für das Studium des Spektrums der Aura. Die Aura ändert ihre Farbe nicht nur durch bewusste Gedanken, sondern im gleichen Maß durch die umherschwirrenden unbewussten Gedanken aus unserem Geistesreservoir, die den Verstand und das Gedächtnis nicht erreichen. Überall wird über die gleich große Bedeutung der Gedanken und der Tat gesprochen. Die Wahrheit dieser Behauptung ist leicht festzustellen. Beachtet die Wirkung des Gedankens an einen Mord auf das Spektrum der Aura beim Ausdenken des Mordes und bei seiner Ausführung – die Auswirkung wird die gleiche sein. Es ist schwer, den Leuten beizubringen, dass der Gedanke der Tat gleichzusetzen ist. Wer immer sich an der Evolution der Welt beteiligen will, muss die Bedeutung der Gedanken erkennen. Wenn die Gedanken in physische Farben umgewandelt werden, so ist ihre Wirkung in die Ferne ebenso augenscheinlich wie jene, die durch das Studium der Lichtwellen enthüllt wurde. Man muss an die Theorie der Gedankenkraft wissenschaftlich herangehen. Man soll dies nicht nur auf außergewöhnliche Persönlichkeiten beziehen. Dieses Gesetz gilt für alle. Die bedeutendste Folge dieser Untersuchung wird die Erkenntnis der Unzweckmäßigkeit von Lüge und Heuchelei sein sowie die Sorge um den Nächsten. Klugen Gelehrten ist bekannt, dass durch einen einzigen vorbeiziehenden Gedanken die ganze Aura physikalisch gefärbt wird. Wie wissenschaftlich festgestellt wurde, ergibt selbst ein scheinbar geheimer Gedanke eine physikalische Färbung. Ein Messgerät für die Aura wird den Unwissenden den besten Beweis hierfür liefern. Mit den zivilisierten Unwissenden müssen wir wie mit Kindern umgehen. Ein verbrannter Finger lehrt sie die richt’ge Handhabung des Feuers. Wir sprechen über Vorurteile, doch nicht einmal jeder Minister weiß, welch wildes Tier das Vorurteil ist. Wir wollen nun zur Freude übergehen: