Erleuchtung, § 309

1925 – IV – 7

Kein Hellseh’n kommt dem Wissen des Geistes gleich. Die Wahrheit wird durch dieses Wissen kommen. Das Verständnis für die Not der Zeit kann man nur auf diesem Weg erlangen. Der prophetischen Ekstase fehlt die Genauigkeit der Zeit und des Ortes, doch das Wissen des Geistes sieht die Umstände eines Ereignisses voraus. Der Weg des geistigen Wissens erblüht ohne sichtbare Merkmale; er ist jedoch mit dem Öffnen der Zentren verbunden. Bei den Priestern des Altertums zählte man das Wissen des Geistes zu den höchsten Eigenschaften, denn es kann durch keine körperliche Übung erreicht werden, sondern setzt sich aus gesammelten Erfahrungen früherer Leben zusammen. Das Wissen des Geistes kann daher auch nicht durch Übungen bewahrt werden, sondern durch die Verbesserung der Lebensbedingungen der Blutgefäße, welche die Nerven nähren. Eine besondere Aufmerksamkeit muss dem Blutdruck geschenkt werden, denn wenn die Nerven die Ausstrahlung der weißen Blutkörperchen aufsaugen, dann tritt gewöhnlich eine entgegengesetzte Polarisation ein.

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