Erleuchtung, § 308

1925 – IV – 6

Ich will jene Eigenschaften aufzeigen, die das allgemeine Wohl verlangt. Erstens – Beständigkeit im Streben. Zweitens – die Fähigkeit zu begreifen, denn bedauernswert ist der verneinende Atheist, doch der nach Wahrheit Suchende ist würdig für das Allgemeinwohl. Drittens – die Fähigkeit zu arbeiten, weil die Mehrzahl der Menschen den Wert der Zeit nicht kennt. Viertens – der Wunsch, ohne Vorurteile zu helfen und ohne auf eigenen Nutzen bedacht zu sein. Fünftens – Verzicht auf Eigentum und auf Ausnützung der Früchte aus dem Schaffen anderer. Sechstens – Überwindung der Furcht. Siebtens – Tapferkeit zu zeigen inmitten der Finsternis. Dies ist nötig jenen zu sagen, die von Furcht ergriffen sind und sich mit Verneinung schützen. Es ist notwendig, darauf hinzuweisen, dass Millionen von Menschen auf das Öffnen der Tore warten. Die Fessel der Mühsal soll nicht durch die Fessel der Angst ersetzt werden. Die Angst kann mit Aussatz verglichen werden; beide bedecken den Menschen mit dem Schaum der Widerwärtigkeit. Die graue Dämmerung der Unterwürfigkeit ließ einen nichtswürdigen Begriff vom Leben entstehen. Doch jetzt muss diesem mit Gewitter und Sturm ein Ende gesetzt werden.

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