Erleuchtung, § 299

1925 – III – 12

Das Schicksal der Völker hängt vom richt’gen Verstehen der Religion an sich ab. Dort, wo offensichtlich Misstrauen herrscht, ist bereits die Ernte des Herrn nahe. Dort, wo scheinheilige Würde regiert, steht das Schwert bereit. Das Beispiel von Saulus sollte eine Lehre sein. Jetzt, am Fest des Jahrestages, verstehen Wir, wie selbst ein zerlumpter Landstreicher eine Heldentat offenbaren und eine Kutte widerliche Geschwüre verbergen kann. So seh’n Wir die neue Einteilung der Welt. Man kann den Vagabunden viel verzeihen, doch das blendende Gold der Paläste kann die Waage der Gerechtigkeit nicht im Gleichgewicht halten.

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