1925 – III – 10
Ich freue Mich zu seh’n, wie in eurem Denken die Vorsorge für das Allgemeinwohl wie Blitze aufleuchtet. Es ist notwendig, solche Gedanken in den Raum zu senden. Wenn ihr doch jeden Tag nur eine halbe Stunde für die Zukunft erübrigen könntet! Wahrlich, das Feuer eures Denkens wird von Uns willkommen geheißen. Schenkt den Dingen des Alltags nicht zu viel Aufmerksamkeit und lasst in eurem Denken das Land der Zukunft Gestalt annehmen. Was könnte den Geist besser reinigen, als Gedanken zum Wohle der Mitmenschen? Was könnte den Panzer der Standhaftigkeit besser stählen, als der Wunsch, andere zum Licht zu führen? Was könnte eine schönere Freude sein, als das ärmste Kind lachen zu seh’n? Ich bitte euch, so an die Zukunft zu denken und auf diese Weise dem Halsband der MUTTER DER WELT jeden Tag eine Perle hinzuzufügen. So denket kurz und einfach darüber nach, wie ihr den Herd der Welt verschönern könnt. Man soll sich nicht an der Vergangenheit orientieren, denn gewöhnlich ist sie ein Netz der Fehler. Man soll auch an fremden Ufern vorbeiziehen, nur die Welt des Lichts ist bewundernswert, sie ist allem Leben gegeben. Das Licht – ist die beste Brücke zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Denkt nicht beim Abendfeuer, sondern bei Sonnenschein an die Zukunft, dann erleuchten Tautropfen von Prana eure denkende Stirn.