1924 – V – 12
Man kann die Bedingungen der Erde von den uns umgebenden feinstofflichen Gegebenheiten nicht trennen, denn die geistige Welt hat keine engen Grenzen. Wieder muss gegen die astrale Welt gesprochen werden, denn für alle Zukunft ist es erwünscht, den Aufenthalt in der astralen Welt bedeutend zu verkürzen. Zurzeit ist sie unvermeidlich, doch bei Entwicklung des Geistes wird die Offenbarung des mentalen Körpers immer mehr in Erscheinung treten. Devachan ist der Ort angenehmer Erkenntnisse, doch zugleich auch gefährlich, da ein schwacher Geist sich von einem solch angenehmen Aufenthaltsort nicht trennen will. Es befällt ihn eine Unlust, sich weiter anzustrengen, wenn die Zeit naht, diese Walhalla zu verlassen. Während der Mentalkörper zur Heldentat anregt, empfindet der Astralkörper diesen Ort als sehr angenehm. Der Geist gestattet jedoch kein Verweilen, denn in seinem Innersten denkt er an die noch schöneren Welten. Nach all diesen Erinnerungen besteht ein unaussprechliches, festes Bewusstsein der Möglichkeiten der Rückkehr in die Welt, von welcher der Funke ausgegangen ist. Wie kann der feinfühlige Geist den Anfall von Schwermut in der Welt verhindern? Es ist noch nie vorgekommen, dass sich ein menschlicher Geist vom irdischen Plan lösen konnte, ohne dass seine Zentren einschrumpften. Ähnlich wird ein mutiger Flieger, wenn er versucht, die Erde zu verlassen, ein einmaliges Zittern in seinem Herzen verspüren. Das Ziel und der Sinn des Daseins liegen darin, über die Grenzen des Bekannten nach oben zu streben und einander zu helfen. Wenn wir uns die Gefühle eines Menschen vergegenwärtigen, der auf einem Felsen steht und die Wunder der Natur betrachtet, zieht sich da nicht auch das Herz vor Entzücken zusammen? In diesem Zustand offenbart sich die Empfindung der Unendlichkeit. Einige geben sich mit dem Punkt der astralen Welt leicht zufrieden, doch euch kann sie nichts bieten; nur die Stätte des Wissens kann den Weg weisen.