1924 – V – 11
‘Freude ist eine besondere Weisheit‘ – sagte Christus. Nichts speichert die Essenz von Prana so sehr wie die Pflanzen. Sogar den Prana-Yama kann man durch den Umgang mit Pflanzen ersetzen. Es ist unbedingt notwendig, den Aufbau der Pflanzen zu erforschen. Die Ausstrahlung von Pflanzen erstarkt nicht nur durch neue Blätter und Blüten, sondern auch durch das Entfernen abgestorbener Teile. Das ird’sche Gesetz der pflanzlichen Ernährung beinhaltet die Möglichkeit, aus diesem Reservoir durch Riechen und Seh’n die wertvolle Eigenschaft der Lebensfähigkeit, die sogenannte ‘Naturavaloris‘, durch bewusstes Bemühen zu schöpfen. Ebenso wertvoll wie lebende Pflanzen, die voller Lebenskraft sind, können auch Präparate von in der Sonne getrockneten Pflanzen sein, doch muss man darauf achten, dass der Zustand der Verwesung verhindert wird, denn die Verwesung ist überall gleich. Sie zieht die unvollkommensten Geistwesen an. Deshalb sollte man den Zustand der Schnittblumen beachten. Den Geruch der Zersetzung kann man spüren. Nicht das Äußere, sondern der Geruch ist das Merkmal der Zersetzung. Wenn es keine Blumen gibt, ist es nützlich, kleine Nadelbäume zu halten. Sie speichern nach Art von Akkumulatoren die Lebenskraft. Sie sind noch wirksamer als regelmäßige Atemübungen. Man kann auf diese Weise den dichtesten Vorrat an Prana in sich aufnehmen. Ruhe kann die Wirkung noch verstärken. Das lebend’ge Vermächtnis der Naturkräfte vermittelt ohne Magie eine Erweiterung von Möglichkeiten.