1924 – V – 13
Ihr habt bemerkt, dass jeder Große Lehrer von einer Fortsetzung des Lebens nach dem Tod sprach. So kann man andererseits auch feststellen, wie besonders dieser Hinweis aus vielen Lehren gestrichen worden ist, denn der Materialismus muss sich verteidigen. Auf der Erde ist dieser Umstand besonders bedeutsam. Man muss wissen, dass die ird’sche Materie sehr dicht ist. Auf Planeten, wo noch ein niedrigeres Bewusstsein als auf der Erde herrscht, ist die Materie sehr grob; auf jenen mit höherem Bewusstsein harmonisiert die Materie mit dem Geist, daher erweist sich die Erde als ein Wendepunkt. Auch auf höher stehenden Planeten gibt es Unvollkommenheiten, doch keinen Widerstand der Materie. Dort kann man leichter aufsteigen, ohne seine Kräfte in einem unnützen Kampf zu vergeuden. Dort sind Materie und Geist untrennbar. Niemand verneint den Wert der Materie. Man kann deshalb nicht begreifen, warum die Räder einer Lokomotive mit dem Dampfkessel streiten sollen. Je besser der Dampfkessel arbeitet, umso leichter haben es die Räder, sollte man meinen. Doch der Chef der Räder ist davon überzeugt, dass diese der wichtigste Teil der Dampfmaschine sind und lädt alle dazu ein, auf Rädern zu fahren, verschweigt aber dabei, dass die Räder ohne Antrieb nur bergab rollen können. Der Aufbau von Materie und Geist enthält keine Gegensätze. Warum soll man das Fortschreiten in die herrliche Unbegrenztheit aufhalten? Wozu soll man trügerische Dämme um die Erde auftürmen? Schade um die aufgehaltenen Wanderer, denn der verlängerte Aufenthalt auf der Erde wird ihnen nichts nützen. Wozu Hunderte von Wiederverkörperungen, wenn man durch die Erkenntnis der geistigen Quelle schon nach zehn Inkarnationen die Schwelle überschreiten kann? Man soll sich des letzten Großen Lehrers erinnern, der den schmachvollen Tod dafür auf sich genommen hat, was der Menschheit scheinbar schon längst bekannt war.