Erleuchtung, § 157

1924 – V – 9

Das Feuer verbrennt die unvollkommenen Gedanken. Wie könnte man sonst einen Korb voll glaubwürdiger Errungenschaften sammeln? Sehr wichtig ist der Versuch, den Gedanken über den Strahl zu lenken. Jeder drückt das Wesen seiner Aura aus, doch die einzelnen Gedanken sind je nach geistiger Konsistenz dem Wert nach verschieden. Dann kann das Wesen des Gedankens durch den besonderen Strahl untersucht werden. Das Vorhandensein innerer Geistigkeit erleuchtet den Gedanken mit der Farbe der Aura. Ist der Gedanke jedoch unbedeutend, so wird er vom Strahl verbrannt. So ergibt sich nicht nur die Erforschung der Gedanken, sondern auch eine Desinfektion des Raumes. Man kann sich vorstellen, wie der Strahl den Raum durchdringt und entweder schöne Schätze findet oder auch rote und orangefarbene Feuerchen, die verbrecherischen Vergiftern gleichen. Wie sollte man die Schichten über der Erde nicht reinigen, wenn sie sogar dem Auge als orangefarbener Dunst erscheinen? Die Hauptsache ist, die Bazillen nied’rer Gedanken zu vernichten, die ansteckender sind als alle Krankheiten. Nicht über die ausgesprochenen Worte, sondern über die Gedanken sollte man besorgt sein. Während man ein Wort ausspricht, können zehn Gedanken geboren werden.

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