Bruderschaft II, § 99

Urusvati wird mit Uns gemeinsam sagen: ‘Das gegenwärtige Jahrhundert ist die Epoche des Gedankens.’ Gewiss, erst im gegenwärtigen Jahrhundert begann man zu verstehen, dass der Gedanke Energie ist. Kein Denker vergangener Zeiten enthüllte die Bedeutung des Gedankens als Beweger der Welt. Zur Erkenntnis der Mechanik des Gedankens waren erst das Wissen der Mechanik allgemein und viele andere Entdeckungen erforderlich. Es ist richtig, dass Platon von der Kraft des Gedankens wusste, doch er bestätigte vorerst nur die Macht der Ideen. Bis zur bestimmten Frist durfte die Erkenntnis der Mechanik des Gedankens den Massen nicht übergeben werden. Erst jetzt erkennen einige Forscher immer mehr Eigenschaften des Gedankens. Für solche einfachen Beobachtungen waren viele Jahrhunderte der Entwicklung erforderlich, und nun erst kann man darauf hinweisen, dass der Gedanke ein mechanischer Beweger ist. Doch um wieviel schneller und umfassender könnte sich ein Urteil über den Gedanken im Bewusstsein der Massen bilden, wenn die Menschen Unsere Existenz anerkennen würden. Überaus mächtige Gedankenströme eilen aus Unserer Wohnstatt in die Welt. Die Gedankenübertragung auf Entfernung aus einer starken Quelle könnte leicht verstanden werden. Indessen richten jene Menschen, die sich mit Gedankenübertragung befassen, ihre Aufmerksamkeit zu wenig auf ihren eigenen geistigen Zustand. Erneut kann man die alte Wahrheit von der Notwendigkeit erinnern, vor einem Experiment die Hände zu reinigen. Es ist anzuraten, dass Beobachter von Experimenten ihre Aufmerksamkeit auf ihre eigene harmonische Verfassung richten. Bei einer fehlenden Übereinstimmung des eigenen Zustandes mit dem Vorhaben ist eine überzeugende Entwicklung des Experiments nicht zu erwarten. Auf eine solche Weise kann allenfalls das erste Stadium einer Übertragung erreicht werden, doch wünschenswert wäre es, mit der Entwicklung von Übertragungen auf weite Entfernung rascher voranzukommen. Man sollte natürlich jenen Gelehrten dankbar sein, die Vorurteile überwinden und die Menschen veranlassen, über ihren Besitz nachzudenken. Wir senden ununterbrochen Gedanken, auf dass sie gleich Pfeilen, das Bewusstsein der Menschheit erwecken. Mögen die Menschen spüren, wie viele Boten an ihre Türen klopfen.

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