Bruderschaft II, § 98

Urusvati erfüllt den Auftrag: Heldentat und Tapferkeit! Beide Begriffe sollten über Beispiele von Helden geformt und anerzogen werden. Man muss an Helden erinnern, die übermenschliche Aufgaben bewältigt haben. Dabei ist es notwendig, die ganze Kompliziertheit der sie umgebenden Verhältnisse zu verstehen. Die Geschichtschroniken berichten nicht davon, wie sehr sie aus Nah und Fern bedroht waren. Die Menschen glauben, dass heldenhafte Handlungen plötzlich und ohne lange Vorbereitungen manifestiert werden könnten, doch in Wirklichkeit sehen wir, dass viele Gedanken zusammenkommen müssen, ehe sich der Entschluss zu einer selbstaufopfernden Tat bilden kann. Die kühnsten Helden könnten von Visionen aus der Kindheit, von Träumen, von rufenden und befehlenden Stimmen erzählen. Von frühester Kindheit an reifen die Gedanken, auf welche die Antwort erst sehr viel später kommt. Der Held konnte berichten, wie sehr eine bestimmte Kraft seinen Handlungen die Richtung gegeben hat. Der Held könnte unerwartete Worte aussprechen, deren Bedeutung er erst mit der Zeit verstand. So erfüllt Unser Einfluss viele Tatmenschen und festigt ihre Tapferkeit. Man sollte dankbar sein für Unsere beständige Sorge um die Heranbildung von Helden. Unsere Wohnstatt ist das Zentrum kühnster Entscheidungen. Hierbei muss große Geduld bekundet werden, um den freien Willen mit dem Konzept der Aufgabe in Übereinstimmung zu bringen. So könnte man Uns an Unserer Geduld gemessen als Prüfsteine bezeichnen. Man sollte nicht annehmen, dass alle potenziellen Helden zu einer Entscheidung gelangen, da sich der freie Wille nicht selten einer Entscheidung widersetzt. Doch wenn die Menschen verstehen, wie sehr Wir bemüht sind, ihre erfolgreiche Entwicklung zu unterstützen, so werden sie darüber nachdenken, wie nützlich eine Zusammenarbeit mit Uns ist. Heldentat und Tapferkeit werden dann entflammen und als höchste Freude aufgefasst werden.

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