Bruderschaft II, § 940

Urusvati schätzt die Klarheit des Denkens. Ja, ja, ja, das reine, klare, machtvolle Denken kann räumliches Denken genannt werden. Ein Pfeil darf weder stumpf noch allzu lang sein. Ebenso sollte ein Gedankenbefehl scharf und kurz sein. Über die Qualität des Denkens muss man im Hinblick auf die Erde wie auf die Überirdische Welt ebenso nachdenken. Ihr wisst, dass man sich dort auf gedankliche Weise verständigt, weshalb die Fähigkeit zu denken besonders notwendig ist. Stellt euch einen Bewohner der Überirdischen Welt vor, der sich daran gewöhnt hat, unklar und langatmig zu denken. Er wird im Umgang mit seiner Umgebung große Schwierigkeiten haben. Überdies wird er die Blitze kurzer Sendungen gar nicht wahrnehmen können. Und außerdem wird er gerade das noch lernen müssen, was er im irdischen Leben nicht erreichen konnte. Es ist traurig, solche Stammelnden sehen zu müssen, sie irren im Labyrinth schwachlebiger, finsterer Gedanken umher. Ihre Ausstrahlungen sind kaum wahrnehmbar und erleuchten ihren Weg nicht. Man kann sagen, dass sie in der Feinstofflichen Welt eine Last darstellen, die nicht notwendig wäre, anstatt lichtvolle Mitarbeiter zu sein. Sie werden es bedauern, im Laufe ihres irdischen Lebens keine Zeit gefunden zu haben, sich mit der Weiterentwicklung der Gedanken zu beschäftigen. Der Denker sprach: ‘In einem Reisekoffer kann man viele Schätze unterbringen.’

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