Bruderschaft II, § 938

Urusvati denkt richtig über die Verbindung von Elementen. In der menschlichen Vorstellung teilt sich gewöhnlich alles Existierende in Gutes und Schädliches, doch vergessen die Menschen, dass aus einer Verbindung giftiger Stoffe eine heilkräftige Substanz entstehen, aus nützlichen hingegen sich eine schädliche Verbindung ergeben kann. Genau dasselbe vollzieht sich auch mit Menschen. Man kann sehen, wie eine boshafte Natur eine nützliche Verbindung schaffen kann, so wie gutmütige Menschen sich der schädlichsten Gesellschaft zuwenden können. Besonders klar treten die Verbindungen in der Überirdischen Welt hervor. Unerfahrene Beobachter können sehr erstaunt sein, wenn sie feststellen, dass irdische Feinde sich völlig friedlich einander nähern und sich sogar gemeinsam vervollkommnen können. Der Grund ist einfach: Auf der Erde konnten sie einander infolge der sie umgebenden Schwingungen nicht erkennen. Die Feinstoffliche Welt jedoch veränderte die Schwingungen, und ursprüngliche Feinde können nun Verbindung miteinander aufnehmen. So können geschliffene Steine bei einer Erschütterung überaus enge Berührungspunkte finden. Über solche Wandlungen sind in verschiedenen Lehren Andeutungen zu finden. Im eigentlichen vollzieht sich keine grundlegende Wandlung, sondern nur ein Wechsel in der Zusammensetzung der Elemente. Alles ist bereits im Menschen vorhanden, und die geringste Berührung mit höheren Energien ruft schlafende Eigenschaften hervor. Der Denker beruhigte die Gekränkten: ‘Selbst einen Schaden lasst uns zum Nutzen wandeln.’

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