Bruderschaft II, § 934

Urusvati hat die kosmische Dimension des Menschen erkannt. Die Menschen sprechen oft vom Makrokosmos und vom Mikrokosmos, entbehren jedoch gleichzeitig der wichtigsten Grundlagen. Sie lassen die uranfängliche Energie, die Überirdische Welt und sämtliche Grundlagen des Geistes nicht zu. Doch was für ein Makrokosmos ergäbe sich ohne diese wichtigsten Grundlagen? Er gliche einer armseligen Ruine und der Mikrokosmos einer traurigen Missgeburt. Einige scharfsinnige Gelehrte spüren, dass selbst bei den glänzendsten Entdeckungen ein unbefriedigendes Gefühl bleibt. Innerlich verstehen sie, dass die von ihnen entdeckten Gesetze nur einen Ausschnitt darstellen und noch ganz andere Dimensionen annehmen können. Doch niemand hat ihnen bereits in der Kindheit von Gesetzen des Geistes erzählt. Sie haben keinen Mut zu unbeschränkter Erkenntnis in sich gefunden. Es ließen sich Beispiele anführen, dass ernsthafte Forscher ihre weitgefassten Beobachtungen verbargen. Sie fürchteten, über die Grenzen ihrer beschränkten Wissenschaft hinauszugehen. Insgeheim lasen sie die Werke großer Denker und bekannten sich nicht zu ihren eigenen Wegen. Doch stellen wir uns vor, die gesamte Menschheit würde sich von Verneinern zu unbeschränkten Beobachtern wandeln – welcher Fortschritt der Wissenschaft ergäbe sich! Hier lässt sich verstehen, dass das Märchen von der Stadt des Lichts Wahrheit würde. Der Denker sprach: ‘Es wird ein neuer Gelehrter kommen, kühn und in sich unbegrenzt.’

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