Urusvati vermag das Anvertraute zu bewahren. Eine solche Bewahrung ruft zwei extreme Deutungsweisen hervor: Die einen meinen, das zu Verwahrende könne nur besonders erprobten Personen übergeben werden; die anderen denken, das Überirdische Gesetz, das Gesetz der Natur werde die beste Verbreitungsweise finden. Doch wie immer stellen Extreme nichts Vollkommenes dar, und die Wahrheit liegt in der Mitte. Gewiss darf man eine nützliche Lehre nicht allein einer kleinen Gruppe von Menschen zu ihrem Nutzen überlassen. Ebenso unmöglich ist es, die Lehre auf eine Kreuzung zu werfen, wo sie von bösen Wesenheiten aufgelesen werden kann. Und dies bedeutet, dass man dem Bewusstsein entsprechend geben muss. Kaum jemand aber kann das fremde Bewusstsein einschätzen oder Freunde finden, die der Zusammenarbeit fähig sind. Als eine richtige Bewahrung des Anvertrauten bezeichnen Wir es, wenn das Herz fähig ist einzugeben, was jeweils nützlich ist. Eine solche Verfeinerung entsteht nur durch lange Erfahrung, und besonders wertvoll ist es, wenn sie im Leben Ausdruck findet. Natürlich ergibt sich diese lebendige Äußerung nicht ohne die Erkenntnis der Überirdischen Welt. Mögen die Menschen häufiger über eine schöne Anwendung der Überirdischen Gesetze nachdenken. ‘Wenn wir über das Schöne nachdenken, so ziehen wir auch die Maßstäbe des Schönen zu uns herbei’ – so sprach der Denker.