Bruderschaft II, § 930

Urusvati fürchtet keine Gefahren. Ein Yogi weiß, dass die Erdbewohner in ständiger Gefahr leben. Und da die Gefahr ständig vorhanden ist, braucht man sie auch nicht zu fürchten. Die Menschen klagen über ihre Schutzlosigkeit. Sie meinen, die Überirdische Welt kümmere sich nicht um sie. ‘Ein Hund besitzt Spürsinn und Vorahnung, doch wir Menschen haben solche Eigenschaften für immer verloren.’ Solche Klagen ergehen jedoch zu unrecht. Die Menschen fühlen und sehen bei weitem mehr voraus, als sie meinen, doch leider ist ihre Aufmerksamkeit nur auf ihre Alltagsbedürfnisse gerichtet, wobei Beobachtungen von feinstofflichen Erscheinungen untergehen. Wenn die Menschen aber einmal auf einen unverstandenen Befehl hin dennoch richtig handeln, so glauben sie, ihr Verstand sei es gewesen, der die richtige Lösung gefunden habe. Ebenso naiv verhalten sie sich dem Vorgefühl gegenüber. Sie beziehen es eher auf eine Magenerkrankung als auf die Feinstoffliche Welt. Solche Blinden kann man unmöglich zur Erkenntnis überreden. Sie fordern eine solche Kraft des Lichts, die sogar physisch Blinde ihre Umgebung sehen und verstehen ließe. Weshalb solche Wunder erwarten, wenn doch das Leben voller feinstofflicher Erscheinungen ist! Der Denker lächelte: ‘Wollt ihr etwa jeden Boten fürchten?’

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