Bruderschaft II, § 928

Urusvati hat das Tor zum Yoga selbst geöffnet; von früher Kindheit an hat sie Visionen und Träume in ihrem Herzen bewahrt. Gewöhnlich achten die Kinder auf solche Erscheinungen nicht oder beginnen, sie zu fürchten und lösen damit die Verbindung mit der Überirdischen Welt. Die Natur eines Yogis aber sammelt alle aufgenommenen psychischen Sendungen im Bewusstsein. Aus Unwissenheit suchen die Menschen in der Umgebung oftmals, die Wahrnehmungen des Kindes ins Lächerliche zu ziehen, womit sie den Weg des natürlichen Yoga erschweren. Wir wissen, wieviele Prüfungen ein feinfühliger Organismus zu durchstehen hat. Ein solcher Kampf kann jedoch auch besonders wertvoll sein – die Waffe wird im Gefecht geschärft, sonst rostet sie. Nicht selten klagen die Menschen, dass ihnen die Verbindungen mit der Überirdischen Welt fehlen, doch lenken sie ihre Aufmerksamkeit auch nur selten auf bedeutsame Erscheinungen. Indessen flammen die Überirdischen Zeichen gerade im irdischen Dasein hell auf. Sie ziehen die Aufmerksamkeit feinfühliger Augen auf sich. Üblicherweise aber reibt der Mensch sich lieber die Augen, als dass er etwas Ungewöhnliches wahrhaben will. Er vertreibt es lieber, statt es heranzuziehen. Wir weisen besonders auf den Agni Yoga hin, da er sich besonders leicht auf natürliche Weise entwickeln lässt. Man muss allerdings die ursprüngliche, feurige Natur alles Existierenden anerkennen. Nur wenn man die uranfängliche Energie lieben lernt, vermag man sie zur Zusammenarbeit herbeizurufen. Der Denker lehrte, den Yoga lieben zu lernen: ‘Er bereichert die irdische Wanderschaft.’

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