Bruderschaft II, § 927

Urusvati ist zur Wissenschaft des Lebens bestrebt. Man wird fragen: ‘Das heißt also, hier wird Biologie studiert?’ Doch leider kann die derzeitige Biologie nicht als Wissenschaft des Lebens bezeichnet werden. Es ist unmöglich, sich ein Studium des Lebens ohne das psychische, geistige Leben vorzustellen, ohne die Überirdische Welt mit all ihren Einflüssen auf das irdische Leben. Man kann daher die heutige Biologie nur als ein Kapitel aus dem Buche des Lebens bezeichnen. Nur wenige denken über die Gehalte einiger Wissenschaften nach. Unmöglich kann man Astronomie ohne Chemie und Astrochemie ohne Physik und Astrophysik studieren. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass man die Erhabenheit der Überirdischen Welt nicht verstümmeln darf, doch nur wenige haben auf Unsere Warnungen geachtet. Die Menschen fordern etwas Neues, ohne aber im Geringsten die Grundbedingungen des Lebens begriffen zu haben. Auch über diese Leichtfertigkeit haben Wir nicht nur einmal gesprochen, doch fragen sich nur wenige, ob sie die vor langer Zeit gegebenen Hinweise auch wissen, und ob sie gelernt haben, auf die Erscheinungen ihrer eigenen Umgebung zu achten. Nach wie vor ist die Luft für die Unwissenden eine himmelblaue Leere. Nach wie vor sind sie taub und blind, und sogar Gedanken über die Überirdische Welt werden für sie zu Schreckgespenstern. Der Mensch ist nicht fähig, sich vertrauensvoll seinem Herzen zuzuwenden. Einem Beobachter, der das jedoch tut, helfen die Ärzte nicht, da sie die Biologie in ihrem gesamten Ausmaß gar nicht kennen. Der Denker verwies Seine Schüler auf den unergründlich weiten Himmel und lehrte sie, die Unbegrenztheit zu lieben.

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