Bruderschaft II, § 920

Urusvati hat sich den Yoga des Denkens zu eigen gemacht. So nennen Wir den Agni Yoga bisweilen, um seine Gedankengrundlage zu betonen. Der Gedanke ist feurig. Der Gedanke ist unbegrenzt. Niemand vermag die Grenze der Ausbreitung des Gedankens zu bestimmen. Es lässt sich feststellen, dass der Gedanke schneller als das Licht ist, doch ist es unmöglich, eine klare Grenze seiner Ausbreitung zu finden. So wird verständlich, dass der Gedanke das beste Bindeglied zu den Überirdischen Welten ist. So möge das Denken des Menschen der Erleuchtung durch das räumliche Feuer würdig werden. Besonders unangenehm wird es sein, wenn ein Wanderer beim Eintritt in die Überirdische Welt sich seiner früheren Gedanken schämen muss. Die Charta der Gedanken ist unauslöschlich, und sie blitzt vor den Augen des Neuankömmlings auf. Der Yoga des Denkens ist einem Yoga, der körperliche Quälereien fordert, vorzuziehen. Ein kurzes Prana-Yama, leichte Nahrung und gedankliches Streben gewähren freien Eintritt in die Überirdische Welt. Wie man sich an ständiges Prana-Yama gewöhnen kann, so auch an eine ständige Verbindung mit der Überirdischen Welt. Das irdische Leben wird dem Aufstieg nicht hinderlich sein. Der Denker wiederholte: ‘Der Gedanke ist ein Blitz.’

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