Bruderschaft II, § 918

Urusvati versteht die tätige Stille. So nennen Wir einen kurzen Augenblick des Schweigens, den ein Yogi dem Beginn einer Arbeit oder einer Rede vorausschickt. Anwesende werden sagen: ‘Er konzentriert sich’, doch werden Wissende verstehen, dass der Yogi ein Zeichen in die Überirdische Welt sandte und damit Zusammenarbeit und Führung erbat. Für eine solche Übertragung des Bewusstseins bedarf es keiner Worte. Ein Yogi vermag seine Energie nach oben und nach unten zu lenken. Nicht immer weiß er, wer helfen wird, da seine Arbeit verschiedene Bereiche berühren kann. Wenn die Arbeit dem Gemeinwohl zugewandt ist, wird ein erfahrener Führer in seine Nähe treten. An den Ausstrahlungen eines Yogis kann man ablesen, wie sich die Einflussnahme Hoher Meister auswirkt. Man kann überzeugt sein, dass ein Augenblick angespannten Schweigens Hohe Hilfe unverzüglich herbeizurufen vermag. Das Schweigen wird von einem tiefen Seufzer begleitet. Der Denker erinnerte daran: ‘In einem einzigen Seufzer eröffnen wir uns dem Raum.’

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