Bruderschaft II, § 908

Urusvati kennt das Wesen der Selbsterniedrigung. Rache erniedrigt den Menschen. Ein Yogi übt keine Rache, da er weiß, dass Rache wie ein Bumerang wirkt. Gleichfalls weiß ein Yogi, dass Verbrecher in der Überirdischen Welt in finstere Sphären geraten, wo ihre Schwingungen es ihnen nicht erlauben, sich zu erheben, und der Weg zum Aufstieg wird ihnen lang werden. Ihr wisst jedoch, dass ein Yogi nicht ungeschützt ist. Sein Gedanke ist schärfer als ein Schwert und treffsicherer als ein Pfeil. Einen solchen Pfeil sendet ein Yogi jedoch nur dann, wenn er sich davon überzeugt hat, dass nicht nur er, sondern auch die Menschheit von einem verbrecherischen Unterfangen bedroht ist. Man darf nicht meinen, ein Yogi übe Vergeltung. Besser ist es, ihn mit einem fürsorglichen Gärtner zu vergleichen, der das Unkraut beseitigt. Gewiss, ein Yogi wird einen Pfeil oftmals in eine unerwartete Richtung senden, und die Menschen dort werden nicht verstehen, weshalb so unerwartet Not in Erscheinung tritt. Ich spreche erneut vom Pfeil eines Yogis, da die Menschen geneigt sind, sich einen Yogi als lebensfremd und vom Gemeinwohl weit entfernt vorzustellen. Möge in den Schulen an Beispielen aus der Vergangenheit aufgezeigt werden, wie unangebracht Rache ist. Der Denker sprach: ‘Erkennt in aller Aufmerksamkeit, wie sehr Rache den Menschen entwürdigt.’

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