Bruderschaft II, § 903

Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstquälerei ist. Jede Lehre verurteilte jegliche Marter, jegliche Peinigung. Allein die unwissenden Fanatiker lassen die Marter zur vermeintlichen Besserung des Lebens zu. Indessen haben unzählige Generationen bewiesen, dass Folter die Menschheit grundsätzlich in die Stumpfsinnigkeit führt, nicht jedoch zur Vervollkommnung. Höhere Yogis haben keine Marter zugelassen, da sie hinreichend über die Überirdische Welt Bescheid wussten und verstanden, welch düsteres Karma sich der Peiniger selbst webt. Sie standen mit der Feinstofflichen Welt in Berührung und befassten sich mit wissenschaftlich durchgeführter geistiger Vervollkommnung. So sollte der Mensch daran denken, dass jede Art von Marter als Ausdruck heftiger Grausamkeit ihn knechten statt beflügeln wird. Man sollte meinen, dass solch eine Wahrheit den Menschen bekannt sein müsste, doch beweist die irdische Wirklichkeit das genaue Gegenteil. Deshalb muss mit Nachdruck über den Schaden jeglicher Marter gesprochen werden, sei sie nun körperlicher oder psychischer Art. Es ist an der Zeit, die Überirdische Welt und ihre Gesetze zu erkennen. Ein Vermächtnis des Denkers lautete: ‘Finster ist derjenige, der Marter bringt, lichtvoll aber derjenige, der große Freude vermittelt.’

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