Bruderschaft II, § 901

Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstverbitterung ist. Ein Verbitterter ist kein Yogi. Über das vom Zorn erzeugte Gift ist hinreichend gesprochen worden, doch die Ablagerungen der Verbitterung sind nicht weniger schädlich. Sie entsteht oft aus Unwissenheit und beginnt mit kleinsten Unzufriedenheiten, woraus sich im Laufe der Zeit ein Knäuel ständiger Verbitterung bildet. Die besten Kräfte werden vergiftet, und der leere Platz wird von hohem Gestrüpp überwuchert, anstatt als schöner Garten zu erstehen. Für die Überirdische Welt ist die Verbitterung verhängnisvoll. Die Emanationen der Verbitterung stoßen die beste Hilfe fort. Der an Verbitterung Erkrankte wird von solchen Schichten angezogen, die er leicht hätte meiden können. Hierbei spreche Ich noch nicht einmal von der Verseuchung des Raumes und dem Schaden, der der Umgebung zugefügt wird. Man muss erkennen, dass die Ausstrahlungen von Verbitterung sehr stark sind und weithin eindringen. Dies verhält sich so auf der Erde wie in der Überirdischen Welt. Heftiger Zorn ist wie ein schwarzer Blitz, Selbstverbitterung jedoch wie eine vergiftete Speise. Der Denker sprach: ‘Wenn jemand verbittert ist, so sprecht nicht mit ihm.’

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