Urusvati weiß, welches das Wesen des Selbstzweifels ist. Wenn Eigendünkel und Eigenwilligkeit für einen Yogi verderblich sind, so ist Selbstzweifel ebenfalls schädlich. Die Menschen verstehen die Grenze zwischen Eigendünkel und Selbstzweifel nicht, doch sind psychische Grenzen selten offensichtlich. Nur Harmonie kann klarstellen, wie unterschiedlich viele Begriffe sind. Gewiss lehrt auch die Erkenntnis der Überirdischen Welt, den Schaden des Misstrauens gegen sich selbst zu erkennen. Stellen wir uns einen an Selbstzweifel erkrankten Menschen vor. In der Feinstofflichen Welt wird er unglücklich sein, da er ihre Realität nicht wahrzunehmen vermag. Da er sich selbst nicht vertraut, erscheint ihm auch die überirdische Welt als Halluzination. Wie aber soll man in der irdischen Welt lernen, unbedingte Realität zu erkennen? Von Kindheit an hören die Menschen, dass alles relativ sei, und diese Beurteilung hindert sie, über die Grenze des groben irdischen Körpers hinauszublicken. Ein Yogi jedoch lernt es, seinem ‘Dritten Auge’ zu vertrauen. Unter dem Befehl des Willens öffnet es sich nach und nach. So wird ein Yogi auch die vor ihm als unanfechtbar erstehende Überirdische Welt erkennen. Ohne Eigendünkel wird er das Gesehene bestätigen, und niemand wird diese Realität erschüttern können. So wird ein Yogi, als erwünschter und erwarteter Gast, die Überirdische Welt bewusst betreten. Mögen die Schulen einfache Worte über die Überirdische Welt finden, wo es für jeden, der erfolgreich voranzuschreiten wünscht, herrliche Möglichkeiten geben kann. Der Denker sprach: ‘Lernt es, gleichzeitig in der irdischen und der Überirdischen Welt zu leben.’