Bruderschaft II, § 899

Urusvati weiß, welches das Wesen der Eigenwilligkeit ist. Manche verstehen den Unterschied zwischen dem eigenen und dem freien Willen nicht, obwohl ein klarer Unterschied besteht. Der freie Wille handelt gemäß dem Gesetz des kosmischen Rhythmus. Er ist ein Prinzip des Guten, der Eigenwille jedoch ist ein Feind der Harmonie. Ein Mensch, der sich der Eigenwilligkeit hingibt, kann unvorstellbares Elend anrichten. Unwissenheit ist die Mutter der Eigenwilligkeit. In dem Elend von Unwissenheit und Eigenwillen kann der Mensch die Überirdische Welt nicht erkennen. Er hofft, überall eigenmächtiger Schöpfer seiner eigenen Ordnung sein zu können. Wenn man jedoch die überirdischen Gesetze kennt, vermag man sich von dem Unrecht eines eigenwilligen Weges zu überzeugen. Es ist dem Menschen nicht möglich, die kosmische Gerechtigkeit aufzuheben. Ein Mensch, der das versucht, gleicht einem Schwimmer, der in die Tiefe eines Ozeans zu tauchen sucht. Eine Perle wird er nicht finden, da es ihm der Anpassungsfähigkeit ermangelt. Eigenwilligkeit ist ein schlechter Ratgeber, der das Verderben in sich trägt. Möge der Lehrer den Kindern den Unterschied zwischen einem siegreichen freien Willen und verderblicher Eigenwilligkeit aufzeigen. Mögen die Kinder verstehen, wie herrlich der Weg des freien Willens ist, wenn der Mensch dem Weltgesetz gemäß die Zukunft erbaut. Der Denker warnte vor dem Wahnsinn der Eigenwilligkeit.

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