Urusvati weiß, welches das Wesen der Selbstvergötterung ist. Die Menschen stellen sich einen Yogi normalerweise als ein fremdartiges Wesen vor, das in Höhlen lebt, auf dem Kopfe steht, nur zu sich selbst bestrebt ist und sich selbst vergöttert. Nur selten stellen die Menschen sich einen Yogi als einen Arbeiter vor, der zum Wohl der Menschheit strebt. Ein Yogi liebt die Arbeit und bringt sich selbstaufopfernd zur Verbesserung des Lebens der Menschen dar. Ein Yogi kann höchste irdische Ämter einnehmen, aber auch in bescheidenster Situation leben. Immer jedoch und überall wird ein Yogi zu höherer Erkenntnis, zu höherem Wissen streben. Wenn sich jemand als Yogi bezeichnet, so glaubt ihm nicht. Ein echter Yogi wird sich niemals als Yogi titulieren oder sich gar selbst verehren. Selbst wenn ein Yogi um des Gemeinwohles willen seine eigene Person bestätigen muss, wird er dies niemals unter dem Vorzeichen der Selbstsucht tun, sondern im Namen des Fortschritts des Volkes. Ein Yogi liebt die Arbeit durch Hingabe. Er liebt die Vervollkommnung. Er wird nicht müde zu arbeiten, da er weiß, wofür er seinen irdischen Weg vollbringt. Einem Yogi ist die Überirdische Welt geöffnet. Ein Yogi kennt keine Unterbrechung des Lebens. In seinem Bewusstsein schreitet er in verschiedenen Körpern durch das Leben und eilt zu höherem Wissen. Lasst uns keine Yogaart vergessen, doch mit der Zeit werden wir den Yoga der Arbeit bestätigen. Karma-Yoga vereinigt sich mit Gnana-Yoga und Bhakti-Yoga. Es ist unmöglich, ohne Wissen und Liebe zu arbeiten. So trägt ein Yogi Lebenserfahrung zusammen und ist bereit, sie der Menschheit zu übergeben. Der Denker sprach: ‘Freund, lerne die Arbeit zu lieben. Sie wird dir Flügel schmieden.’